Führungskräfte entscheiden selten mit vollständigen Informationen. Märkte ändern sich, Daten sind lückenhaft, die Zeit ist knapp. Wer auf Gewissheit wartet, entscheidet zu spät. Wie gelingt es, trotzdem gute Entscheidungen zu treffen?
Umkehrbar oder nicht?
Die wichtigste Frage zuerst: Lässt sich die Entscheidung später korrigieren? Umkehrbare Entscheidungen sollten schnell fallen. Für Entscheidungen, die sich kaum rückgängig machen lassen, lohnt sich mehr Zeit und Sorgfalt.
Optionen bewusst erweitern
Viele Entscheidungen scheitern, weil nur zwischen zwei Optionen gewählt wird. Fragen Sie: Welche dritte Möglichkeit gibt es? Was wäre, wenn keine der Optionen verfügbar wäre?
Annahmen sichtbar machen
Schreiben Sie auf, auf welchen Annahmen die Entscheidung beruht und woran Sie erkennen würden, dass diese falsch sind. So wird aus einer Bauchentscheidung ein überprüfbares Vorgehen.
- Entscheidung und Begründung schriftlich festhalten
- Kriterien für eine Überprüfung definieren
- Einen festen Termin für die Rückschau setzen
Gute Entscheider liegen nicht immer richtig. Aber sie lernen systematisch aus ihren Entscheidungen.
