Führung

Wenn der Chef zum Engpass wird

Alle warten auf eine Freigabe, Projekte stocken. Warum Delegieren eine strategische Aufgabe ist.

Porträt von Katharina Brenner Katharina Brenner
17.10.2026
1 Min. Lesezeit
Mann im Anzug steht auf einer Treppe

Es ist ein vertrautes Bild: Der Posteingang der Führungskraft quillt über, Entscheidungen bleiben liegen, das Team wartet. Der Chef ist zum Engpass geworden. Meist geschieht das nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Verantwortungsgefühl. Doch die Folgen sind teuer.

Woran Sie den Engpass erkennen

  • Mitarbeitende fragen bei Kleinigkeiten nach
  • Entscheidungen werden auf das nächste Meeting vertagt
  • Sie arbeiten abends Themen ab, die andere lösen könnten
  • Projekte stocken, sobald Sie im Urlaub sind

Entscheidungsrechte klären

Der wirksamste Hebel ist Klarheit darüber, wer was entscheiden darf. Legen Sie gemeinsam mit dem Team fest, welche Entscheidungen eigenständig getroffen werden, welche abgestimmt werden müssen und welche bei Ihnen bleiben.

Delegieren heißt Ergebnisse übergeben

Delegieren bedeutet nicht, Aufgaben abzuladen. Übergeben Sie ein Ergebnis samt Rahmen: Was soll erreicht werden, bis wann, mit welchen Mitteln? Der Weg dorthin liegt beim Team.

Fehler einplanen

Wer delegiert, muss akzeptieren, dass Dinge anders gelöst werden, als man es selbst getan hätte. Das ist kein Kontrollverlust, sondern der Preis für ein Team, das wachsen kann.

Porträt von Katharina Brenner
Geschrieben von

Katharina Brenner

Katharina Brenner leitet das Ressort Führung. Sie hat zehn Jahre lang selbst Teams in der Industrie geführt und schreibt darüber, wie gute Führung im Alltag gelingt: klar, menschlich und ohne Floskeln.

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